Wieder einmal ist ein halbes Jahr vergangen – leise, fast unbemerkt und doch erfüllt von so viel Leben. Wenn ich zurückblicke, staune ich, wie rasch die Zeit verflogen ist: große Abenteuer und kleine, unscheinbare Momente, die sich wie bunte Mosaiksteine zu einem Ganzen fügen. Gerade diese Augenblicke machen das Leben besonders. Sie kommen ohne großes Aufsehen, oft mitten im Alltag – und doch sind sie es, die bleiben: als warme Erinnerung, als stilles Lächeln im Herzen. ✨

Die vergangenen Monate hatten alles zu bieten – Lachen und Nachdenken, Leichtigkeit und Tiefe, Sonne und Regen. Manchmal war all das an einem einzigen Tag spürbar. Und immer wieder gab es diese kleinen Pausen, in denen ich innehalten, durchatmen und spüren durfte: Ja, genau so darf es sein.

In diesem Beitrag nehme ich Dich mit auf meine Reise durch die zweite Jahreshälfte – mit persönlichen Einblicken, stillen Momenten, berührenden Begegnungen und einer großen Portion Lebensfreude. Ein halbes Jahr voller Erleben, Wachsen, Staunen – und voller Herz. ❤️

Juli: Abschied, alte Freunde und Gipfelglück

Der Verlust meines Seelenkaters im vergangenen Monat hing mir noch lange nach. Umso wohltuender war die Ablenkung beim Wiedersehen mit Freunden aus alten Zeiten – ein Wochenende voller Lachen, Erlebnisse und guter Gespräche. Wir wanderten zum Wimbachschloss durch die beeindruckende Wimbachklamm in Ramsau bei Berchtesgaden. Am Tag darauf ging’s auf die Kampenwand – wir zu Fuß, die anderen gemütlich mit der Gondel. Trotz eines Sommergewitters beim Abstieg blieb dieser Tag unvergesslich. ⛈️🥾

Ein ganz besonderer Herzensmoment war das Treffen mit meinen Eltern im Bayerischen Wald: Glas shoppen, eine Bootsfahrt auf dem Arbersee und vor allem ganz viel gemeinsame Zeit. Einmal im Jahr führt uns der Weg ins bekannte Glasdorf – mittlerweile ist daraus eine kleine Tradition geworden. Sogar die Nachbarschaft ist inzwischen eingeweiht, daher durften wir heuer auch für sie wieder ein paar schöne Kleinigkeiten mitbringen. ⛵

August: Gipfelglück und Erntefreuden

Nach der lang anhaltenden Regenperiode zeigte sich endlich wieder der Sommer und wir nutzten jedes Wetterfenster zum Kraxeln. Endlich wieder Steine unter den Sohlen, Schweiß auf der Stirn und der Himmel ganz nah. Dieses Gefühl von Gipfelglück ist einfach unvergleichlich. Zwei Hochtouren und ein Klettersteig standen auf dem Programm – darüber habe ich bereits in einem anderen Blogeintrag ausführlich berichtet. 🏔️

Auch im Garten gab es Grund zur Freude: Die Ernte von Erdbeeren, Himbeeren, Tomaten und Gurken war reichlich. Wir genossen die Sonne in unserer Wohlfühloase sehr – ein Platz, an dem wir zur Ruhe kommen und uns vom Lärm der Welt erholen können. 🍓☀️🍅

Außerdem erreichte mich eine liebevolle Bärenlieferung anlässlich meines bevorstehenden Geburtstags. Jedes einzelne Exemplar mit seiner ganz eigenen Geschichte. Eine wunderbare Überraschung obendrein. 🧸

September: Bärtriebsferien und mein kanadisches Geburtstagswunder

Das Highlight des Jahres: unsere Kanada-Reise zu meinem Geburtstagsjubiläum. Dieser Monat war einfach magisch – erfüllt mit Erlebnissen, Eindrücken und Momenten, die sich tief ins Herz gebrannt haben. Jeder Tag fühlte sich ein bisschen nach Wunder an: die unendlichen Weiten, die beeindruckende Natur, das Gefühl von Freiheit und genau das machte diese Reise so einzigartig. 🇨🇦✈️🍁🌲

Kein Wunder, dass es gar nicht so leicht war, nach dieser Traumreise wieder im Alltag anzukommen. Zu groß war das Staunen, zu bunt die Eindrücke, zu schön die Erinnerungen. Ein kleiner, köstlicher Abstecher zum Windbeutelbaron hat diesen besonderen Monat perfekt abgerundet.

Oktober: Herbststimmung und Familienzeit

Über Nacht schien der Sommer verschwunden zu sein und der Herbst hatte sich mit aller Macht breitgemacht. Die Luft war plötzlich kühl und feucht. Der Wind rüttelte unaufhörlich an den Bäumen und der Regen fiel in endlosen Strömen. Alles wirkte wie in ein melancholisches, herbstliches Kleid gehüllt. 🍂

Zwischen all den trüben Tagen kamen meine Eltern zu Besuch. Wir erkundeten Gut Aiderbichl und das schöne Berchtesgaden. Nutzten geschickt die Pausen zwischen Regen und Sonne und machten das Beste aus jedem Tag.

Außerdem stand der jährliche Tierarztbesuch auf dem Programm – ein gründlicher Rundum-Check inklusive Impfungen für unsere tierischen Mitbewohner. Für Lumi war es die erste Fahrt zum hiesigen Tierarzt und sie hat alles mit Bravour gemeistert. Damit alle unsere Lieblinge problemlos mit uns verreisen können, legen wir großen Wert auf einen vollständigen Heimtierausweis. 🐈🐾

November: Von Gartenliebe und kulinarischen Highlights

Der November überraschte uns mit einigen strahlend bunten Herbsttagen, die dazu einluden, noch einmal die Hände in die Erde zu stecken. Wir nutzten die warmen Sonnenstunden, um unseren Garten winterfest zu machen. Aufgeräumt und liebevoll vorbereitet für die ruhige, kalte Jahreszeit. Jeder letzte Sonnenstrahl schien uns noch einmal zu verwöhnen. Die Kübelpflanzen fanden ihren Platz im Überwinterungszelt, die Oleander zogen in die Garage um. Die Gemüsebeete legten wir brach und die Erdbeeren im Hochbeet wurden sorgfältig mit Vlies und Reisig abgedeckt. Das viele Laub häuften wir zwischen den Büschen für die Igel an, die uns wieder als treue Gäste besuchten. 🦔🧤

Am 11.11. waren wir erneut zum Martins-Gansl essen in Österreich – garniert mit einem feinen (letzten) Cabrio-Tourli. Als Vorspeise gab es eine köstliche Grießnockerlsuppe und beim Hauptgang durfte natürlich das Gansl nicht fehlen. Serviert mit Knödel, Rotkraut und Speckrahmlinsen. Ein Dessert haben wir dieses Mal nicht mehr geschafft – ich war schon nach dem Gruß aus der Küche rundum satt. Das Menü war eine wahre Geschmacksexplosion, ein kulinarisches Meisterwerk. Da kommt man gerne wieder! 🍽️🍷🍗

Kurz darauf folgte am letzten Wochenende vor dem 1. Advent die Christbaum-Eröffnung. Draußen hatte es schon mehrfach geschneit, doch das winterliche Flair war nur von kurzer Dauer. Die frostigen Temperaturen machten das Schmücken des Baumes zu einer echten Herausforderung – meine Finger wollten bei der Kälte einfach nicht gehorchen. Doch zwischen dem Knistern der Lichter und dem Duft von Tannennadeln spürten wir den Zauber der Vorweihnachtszeit. Jeder Handgriff, jedes aufgehängte Ornament brachte den Baum mehr zum Leuchten. Am Ende war es genau dieser Moment der gemeinsamen Freude, der die kalten Finger mehr als vergessen ließ. 🎄✨

Der traditionelle Heimatbesuch zum 1. Advent stand an – und mit ihm all die kleinen Rituale, die den Zauber der Vorweihnachtszeit einläuten. Das alljährliche Plätzchenbacken hatte – wie immer – höchste Priorität. Der Duft von Vanille, Zimt und frisch gebackenen Butterplätzchen erfüllte jeden Raum und ließ das Herz augenblicklich leichter werden. Zwischendurch wurden Weihnachtskisten geöffnet und liebevolle Deko arrangiert, bis unser Zuhause in warmem Glanz erstrahlte. Ein erster Vorgeschmack auf eine Zeit, die uns jedes Jahr auf ihre ganz eigene Weise ein wenig entschleunigt. 🍪

Zu Hause angekommen freuten wir uns über die winterlichen Ausblicke, die den Tagen einen stillen Zauber verliehen. Papa und ich machten uns auf zu einer vorweihnachtlichen Besorgungstour – unser Ziel: Seiffen. Dort schlenderten wir über den Sternenmarkt, stöberten zwischen erzgebirgischer Handwerkskunst und kauften allerhand kleine Nettigkeiten, die das Herz erfreuen. Der gemeinsame Festtagsschmaus zum „Adventsheiligabend“ war wieder ein besonderes Highlight. Diese vertraute Mischung aus Geborgenheit, Wärme und einem Hauch Nostalgie machte die Tage zu Hause zu etwas ganz Besonderem.🕯️

Dezember: Adventsmagie und ein weißes Wintermärchen

Es ist wieder soweit – Adventskalenderzeit. 24 Tage voller Heimlichkeit und jener besonderen Kindheitsfreude, die selbst Erwachsene verzaubert. Unser tiefster Dank gilt meinen Eltern für all die Mühe und Liebe, die in jedem Päckchen steckt. 🎁

Frühlingshafte Temperaturen sorgten kaum für Gemütlichkeit und der fehlende Schnee hinterließ eine spürbare Leere in der Landschaft. Stattdessen legte sich tagelang dichter Nebel über alles, verschluckte die Weite und hüllte die Tage in graue Stille. Eine Zeit, in der die Sehnsucht nach knirschendem Schnee und echtem Winter nur noch größer wurde.

Trotz des fehlenden Wintergefühls besuchten wir wieder einige Adventsmärkte. Wir waren in Traunstein, auf der Halsbacher Waldweihnacht, beim Hellbrunner Adventzauber und zwischen den Jahren auch in Ruhpolding auf dem Rauhnachtsmarkt unterwegs. Das Highlight jedoch ist und bleibt die Waldweihnacht: fernab von Kitsch und Massenware steht hier nicht der Kommerz im Vordergrund, sondern echte Handwerkskunst, liebevoll Selbstgemachtes und eine Atmosphäre, die noch nach ursprünglichem Advent duftet.

Weiße Weihnachten! ☃️❄️
Sowohl in der Heimat als auch bei uns sorgte pünktlich zum Fest der ersehnte Flockenwirbel für echte Weihnachtsstimmung. Die Feiertage verbrachten wir bei meiner Familie in der Heimat. Es war bereits das 20. Mal „Driving home for Christmas“, seit wir 2005 gemeinsam das Erzgebirge verließen. Eine Entscheidung, die wir nie bereut haben, auch wenn wir in BaWü letztlich keine Wurzeln schlugen.

Seit wir uns vor drei Jahren unseren Lebenstraum in den Bergen erfüllt haben, wissen wir, wie sich echtes Ankommen anfühlt. Umso schöner ist es, nach jeder Reise wieder nach Hause zu kommen. Dank unserer lieben Nachbarin, die während unserer Abwesenheit vor Ort die Stellung hält und sich liebevoll um unsere Vierbeiner kümmert, wird Weihnachten für uns erst vollkommen. ❤️

Mit zunehmendem Alter ist gemeinsame Zeit das schönste Geschenk. Trotzdem durften wir uns über ein paar wundervolle Geschenke freuen – und mittendrin unsere Samtpfoten, mit denen wir die Feiertage ganz entspannt genossen haben. 🎅

Wenn das Jahr zur Ruhe kommt und Lichterketten die Dunkelheit erhellen, liegt zwischen Plätzchenkrümeln und Alltagspflichten ein ganz eigener Zauber. Es ist die Zeit, den Blick neu auszurichten – auf Nähe, die wärmt und auf Dankbarkeit, die leise in uns wohnt. Eine Zeit für echte Herzmomente.

Zwischen den Jahren, fernab vom Festtagstrubel, haben wir die freien Tage bewusst ruhig zu Hause verbracht. An Silvester waren wir beim Windbeutelbaron essen und haben den Jahreswechsel schlichtweg verschlafen. Während draußen die Welt explodierte, ließen wir das neue Jahr ganz leise einziehen. Es braucht kein lautes Feuerwerk, um das neue Jahr zum Leuchten zu bringen! 💥💤

Stürmischer Zauber zum Jahreswechsel
Und dann war er plötzlich da – der lang ersehnte Wintereinbruch. Der Moment, auf den ich so ungeduldig gewartet hatte. In den Tagen rund um Silvester fegte der Wind die Flocken herbei und verwandelte die Natur in ein stilles Wintermärchen. Wie ein kleines Kind stand ich mit leuchtenden Augen am Fenster und beobachtete voller Freude den wirbelnden Tanz der Flocken. In solchen Momenten scheint die Zeit stillzustehen. Es war der perfekte, magische Abschluss für ein ereignisreiches 2025. ❄️✨

Was bleibt: Dankbarkeit
Wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke, empfinde ich vor allem eines: tiefe Dankbarkeit – für all die großen und kleinen Glücksmomente und dafür, dass wir unser Leben so gestalten dürfen, wie es uns guttut.

Und doch war dieses Jahr – wetterbedingt – eine echte Herausforderung. Der Juli und der Oktober waren von Regen geprägt und der frühe Schneefall setzte weiteren Hochtouren ein Ende. Unser Garten verlangte zu jeder Zeit viel Aufmerksamkeit und Pflege. Der späte Frost im Frühjahr beeinträchtigte die Apfel- und Walnussernte erheblich. Auch der viele Regen gefiel nicht jedem – erleichterte uns aber immerhin das Gießen. Wir leben zwar nicht von unserer Ernte, doch als Hobbygärtnerin empfinde ich die Klimaentwicklung als echte Geduldsprobe. Man muss sich schon überlegen, ob man überhaupt noch dekoriert, wenn Unwetter permanent für Verwüstung sorgen. Trotz aller Widrigkeiten überwiegt die Liebe zum Draußen. Natürlich sollte man sich davon nicht zu sehr vereinnahmen lassen – doch der Garten liegt mir am Herzen. Und wer das Leben nicht nur an sich selbst misst, kann nachvollziehen, welche Freude und Ruhe ein kleines Stück Natur schenken kann. 🌿🏡

Es gab Tage, an denen ich regelrecht alltagsmüde war. Doch unsere Fellnasen schafften es immer wieder, selbst graue Tage in etwas Schönes zu verwandeln – mit ihrem Dasein und dieser unvergleichlichen Lebensfreude, die ansteckt. 🐾

Wenn das Leben Dir mal wieder alles auf einmal um die Ohren haut, merkt man schnell, worauf es wirklich ankommt. Daraus nehme ich meine ganz persönlichen „happy 40“ – Lektionen mit:
Menschen dort zu lassen, wo sie stehen – wer keinen Charakter hat, wird ihn auch nicht plötzlich wiederfinden. Verschlossene Türen nicht erneut zu öffnen. Situationen so anzunehmen, wie sie sind. Nicht jede Handlung verlangt eine Reaktion. Achtsamer mit meiner Energie umzugehen. Mir selbst mehr Raum zu schenken – gerade dann, wenn der Alltag einmal schwerer wiegt. In dieser herzlosen Welt ist Sensibilität meine größte Superkraft! ✨
Welche Lektionen hast Du gelernt – und welche Erfahrungen hast Du mit ins neue Jahr genommen? Erzähl es mir gerne in den Kommentaren!

Derzeit habe ich noch Bärtriebsferien und verabschiede mich in den Winterurlaub. Nachdem ich mein Geburtstagsjubiläum in Kanada so unbeschreiblich intensiv erlebt habe, wiederholen wir das Ganze nun anlässlich des runden Geburtstags meines Mannes – diesmal als Winterurlaub in Norwegen. In einem separaten Blogeintrag nehme ich Dich natürlich wieder mit und erzähle Dir von unserem ganz persönlichen Abenteuer im hohen Norden. 🇳🇴❄️
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Möge Dein neues Jahr erfüllt sein von Liebe, innerem Frieden, kleinen Abenteuern im Alltag und strahlendem Sonnenschein. Schaffe jeden Tag kleine Momente des Glücks – sie sind es, die das Leben so kostbar machen. Umgib Dich mit Menschen, die Dir guttun und lass alles andere los. Sei ein Unikat in einer Welt voller Kopien. Und denk daran: Du allein bestimmst, wie die kommenden 365 Tage aussehen. Das Leben will gelebt werden – jeder Augenblick zählt, jede Freude, jeder Atemzug. In diesem Sinne: a guads neis Johr! 🍀

Komm mit auf eine visuelle Zeitreise! Jetzt erwartet Dich eine kunterbunte Bilderauswahl, die das Erlebte lebendig werden lässt. Tauche ein in all die Momente und Orte, die mein letztes halbes Jahr so besonders gemacht haben. ❤️📸

Deine Claudia

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2 Kommentare
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Ute

Hallo liebe Claudia!
Danke für diesen tollen Bericht und Deine wie immer zu Herzen gehenden Worte….Es ist grandios, wie emotional Du erzählen kannst und mich immer wieder zum Weinen bringst, weil es mich unglaublich berührt….
Danke, das ich Dich kenne…Du hast eine unvorstellbare Empathie!

Papa & Bruci

Unbeschreiblich schöne Fotos – und somit auch unbeschreiblich schöne Erinnerungen, die dazu noch sehr lesenswert untermauert wurden.
Was gäbe es da noch hinzu-zu-fügen … Wir freuen uns jedenfalls mit Euch, zumal wir ja (in jüngeren Jahren) auch Vieles davon selbst erlebt haben.
In diesem Sinne also auch, nur nicht bayerisch, sondern erzgebirgisch : „Aaa nei Gahr“ !!!